Kurzeinweisung Bitte klicken Sie links auf die kleinen [+]-Zeichen und schauen Sie sich die Unterpunkte zu den einzelnen Themen an. Sie finden hier weit über 200 Veröffentlichungen zum Themenbereich Fördermittel. Im folgenden Text erhalten Sie eine Facheinführung zum Thema Fördermittel für Betriebe. Viel Spass beim Lesen und viel Erfolg bei der Verwendung des hier präsentierten know hows.
Der Erfolg Ihres Unternehmens liegt in Ihnen und Ihren Mitarbeitern. Fördermittel machen keinen Umsatz, erzeugen keinen Rohertrag und machen keine zufriedenen Mitarbeiter und Kunden. Bei allen Vorteilen, die Fördermittel bieten können, es ist immer "nur" Geld, dass Sie erhalten. Unbenommen dessen haben leistungsfähige Unternehmen eine Vielzahl von Möglichkeiten Förderungen zu nutzen. Neben den hier ausführlich behandelten Praxisthemen zu einzelnen Betrachtungsweisen, gibt eine umfassende Betrachtung der Fördermöglichkeiten aus Ihrem Betrieb heraus. Auf die Subventionslotsen oftmals gestellte Frage: "Was gibt es denn für Förderung für mich bzw. mein Unternehmen?" gibt es eine klare und gut strukturierte Antwort: Die Fördermittel-Potenzialanalyse Da aller Erfolg in Ihrem Unternehmen liegt, liegen dort auch alle Ansätze zur Förderung. In der folgenden Ausführung zeigen wir Ihnen einige Ansätze zur Optimierung mit Fördermitteln in Ihrem Unternehmen auf. Es gibt für Sie viel zu holen; sind Sie bereit?
Die Gestaltung von Vermögens-, Kapital- und Kostenstrukturen mit Fördermitteln. Unternehmen, die schon länger mit Fachberatern im Bereich der Fördermittel zusammen arbeiten, kennen die jährliche und zum Teil unterjährige Analyse im Unternehmen, um zu schauen, wo sich derzeit einfach zu realisierende Einsparungen ergeben können. Wir zeigen heute all den anderen einmal auf, wo die Fördermittel aus der Sicht einer Bilanz ansetzen bzw. ansetzen können. In jedem Falle verbessern Fördermittel die Kennzahlen. Bilanzen werden kleiner, Gewinne werden höher und die Relation zwischen beidem verbessert sich somit über proportional. Die Förderung innerhalb der Bilanz Die Fördermittel werden im Rahmen der Kapitalstruktur für unterschiedliche Anschaffungen unterschiedlich vergeben. Um die Unterschiede der Förderung, besonders im Hinblick auf Anlagevermögen und Umlaufvermögen auf zu zeigen, wählen wir die Darstellung der Bilanz eines mittelgrossen Unternehmens. Unter Aktiva wird nun die Vermögensstruktur analysiert und es wird erörtert, welche Förderansätze sich hieraus ergeben können. Die Passiva sind die Finanzierung des Unternehmens. Hier wird die Kapitalstruktur dargestellt und aufgezeigt, welche Effekte sich hinsichtlich der Bilanzkennzahlen für die Bilanz durch eine Förderfinanzierung ergeben können. Die Verbesserung der Vermögensstruktur (Aktiva) Entsprechend der beigefügten Darstellung der Bilanz-Aktiva werden hier die einzelnen Positionen erörtert und die Zuordnung der Förderung erfolgt. Im Wesentlichen unterscheidet die Förderung zwischen Anlagevermögen (Investitionsförderung) und Umlaufvermögen (Betriebsmittelförderung). Diese Darstellung mischt sich noch mit der Einbeziehung der Markteinführungskosten mit der Investitionsförderung. Die Projektförderung wird hier nur teilweise erfasst, da im Rahmen der Bilanz die Entwicklungskosten oder auch Marktanalysen nur mit dem Aktivierungswert erfasst werden können. Daher werden wir die Projektförderung im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) mit darstellen. Die Investitionsförderung ist breiter und langfristig angelegt. Der Vorteil liegt in der Möglichkeit der Bezuschussung und der langfristigen Fremdfinanzierung mit zinsgünstigen Darlehen, wie auch der Möglichkeit öffentliche Beteiligungen ein zu beziehen und die Möglichkeiten der öffentlichen Bürgschaften zu nutzen. Die Betriebsmittelförderung beschränkt sich hingegen eher auf mittelfristige Darlehen (5 bis 6 Jahre) und auf die Nutzung von öffentlichen Bürgschaften. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes: Nach amerikanischen Buchhaltungsregeln würden hier alle Entwicklungen, Markteinführungen und sonstigen Kosten, die im Hinblick auf zukünftige Erträge veranlasst wurden, bilanziert. Nach dem Bilanzrichtliniengesetz in Deutschland sind die Möglichkeiten hier stark begrenzt. Im Sinne der Förderung sind diese einmaligen (somit nicht wiederkehrenden) Kosten der Ingangsetzung und auch Markteinführung wie Investitionen zu fördern. Immaterielle Vermögensgegenstände: Hierunter fallen alle Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Hierzu zählen auch die typischen Lizenz und Franchiseverträge. Weiterhin werden hier die Geschäfts- und Firmenwerte erfasst, die beim Kauf eines Unternehmens entstehen können, sowie geleistete Anzahlungen auf solche immaterielle Vermögensgegenstände. Sollten Sie eine eigene Entwicklung nur zu einem geringen Teil aktivieren können, besteht für Sie die Möglichkeit eine Entwicklungsgesellschaft zu gründen und danach die Entwicklung zu erwerben. Hierdurch können die gesamten Entwicklungskosten aktiviert werden. Immaterielle Vermögensgegenstände werden wie Investitionen gefördert. Sachanlagen: Unter diese Bilanzposition fallen alls Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte, sowie die Bauten auf fremden Grundstücken. Grundstücke werden nicht bezuschusst. Gebäudeum- und -neubauten hingegen schon. Weiterhin werden alle Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen als Investitionen gefördert. Hierzu zählen in der Förderung auch die Anschaffungsnebenkosten und technischen Installationen. Sachanlagen werden als Investitionen gefördert. Finanzanlagen: Finanzanlagen werden wie Investitionen gefördert. Bei der Grössenbeurteilung sollte berücksichtigt werden, dass bei einer Beteiligung grösser 25 vom Hundert aller Anteile die beiden Unternehmen in der Betrachtung der Unternehmensgrösse addiert werden. Dies betrifft insbesondere die Mitarbeiterzahl, die in der Mittelstandsförderung eine grosse Rolle spielen kann. Vorräte: Zu den Vorräten zählen alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen, sowie fertige Waren und Erzeugnisse und Anzahlungen hierauf. Die Förderung unterscheidet hier zwischen dem sogenannten "eisernen" Vorratsbestand und dem laufenden Vorratsbestand. Der eiserne Vorratsbestand gilt als derjenige Vorrat, der als Mindestbestand im Unternehmen immer verfügbar sein muss. Dieser Mindestbestand wird in der Förderung der Investition zugerechnet. Der laufende Vorratsbestand fällt unter die Betriebsmittelförderung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Die Forderungen werden nach den Forderungen aus Lieferung und Leistung und gegenüber verbundenen bzw. beteiligten Unternehmen getrennt betrachtet. Nur die Forderungen aus Lieferungen und Leistung fallen in die Betrachtung der Förderung. Die Förderung unterscheidet hier Forderungen, die aufgrund von vereinbarten Zahlungszielen entstehen und sogenannten laufenden Forderungen. Die Forderungen aus vereinbarten Zahlungszielen können im ersten Jahr der Gründung als Investitionsförderung finanziert werden. Alle Forderungsbestände, die danach entstehen oder aufgrund von nicht vereinbarten Zahlungszielen entstehen, können im Rahmen der Betriebsmittelfinanzierung gefördert werden. Wertpapiere: Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nicht gefördert. Die geförderte Kapitalstruktur (Passiva) Die Fördermittel haben einen wesentlichen Einfluss auf die Kapitalstruktur eines Unternehmens. Die Förderung erfolgt meist durch eigenkapitalersetzende Mittel und langfristige Darlehen. Die nicht rückzahlbare Zuwendung (Zuschuss) erhöht Ihr Eigenkapital. Dies wird in der Bilanz meist nicht klar dargestellt. Beim Zuschuss hat man die Möglichkeit diesen direkt an der Investition zu kürzen. Damit wird nur der verbleibende Wert als Anlagevermögen aktiviert. Buchen Sie den Zuschuss als ausserordentlichen Ertrag, verbessert er Ihr Betriebsergebnis. Dadurch wird (nach Steuern) das Eigenkapital erhöht bzw. geschont, falls der Verlust grösser ist als der Zuschuss. Bei Existenzgründern und in ähnlichem Masse auch bei Gründern können langfristige Darlehen an den Existenzgründer bzw. den Gründer direkt (persönlich) vergeben werden. Hierdurch hat die beteiligte und im Unternehmen tätige Person (Gründer) die Möglichkeit privat geliehene Mittel als Eigenkapital in das Unternehmen ein zu bringen. Dies kann durch Einzahlung in das Firmenkapital geschehen oder auch als Gesellschafterdarlehen. Hiermit werden rückzahlbare Mittel im Unternehmen zu Eigenkapital. Die öffentliche Beteiligung wird meist als stille Beteiligung im Nominalwertprinzip vergeben. Sie zahlen am Ende des Beteiligungsvertrages den erhaltenen Betrag zurück und vergüten die Beteiligung über die Jahre durch ein laufendes Entgeld, dass sich aus einer Mindestzahlung und einem Gewinnanteil zusammen setzt. In jedem Falle ist das laufende Entgeld weniger als 12 vom Hundert pro Jahr. Die langfristigen Förderdarlehen sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diese werden über eine Bank abgewickelt, die einen Teil des Kreditrisikos (20 bis 100 %) übernimmt. Die Liquiditätseffekte der Finanzierung sind in direktem Zusammenhang. Je mehr Kredit Sie haben, desto mehr Kapital haben Sie zur Verfügung, desto mehr müssen Sie später tilgen. Der Liquiditätseffekt durch eine Ausweitung der Finanzierung ist somit nur zeitweilig verfügbar. Die Verbesserung der Kostenstruktur durch Förderung (GuV) Die nachhaltigsten Liquiditätseffekte mit Fördermitteln erhalten Sie durch nicht entstandene Kosten. Im Folgenden zeigen wir die Einspareffekte durch eine Förderung im Rahmen der Kostenpositionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) auf. Materialaufwand: Unter diese Position fallen alle bezogenen Waren und Leistungen. Die Einsparung entsteht hier im Wesentlichen durch eine ausreichende Finanzierung des Unternehmens, damit Sie die Einkaufsvorteile und Konditionsvorteile voll nutzen können. Meist hat derjenige, der mehr bestellen kann und schneller zahlt die besten Konditionen im Einkauf. Dies gilt insbesondere für den Abzug von Skontoaufschlägen der Lieferanten. Je nach Umschlagshäufigkeit der bezogenen Waren und Leistungen fällt der Finanzierungsvorteil grösser aus, je häufiger umgeschlagen werden kann. Personalaufwand: Die Kosten für Löhne und Gehälter, sowie der sozialen Abgaben und Aufwendungen zur Altersversorgung werden meist als gegeben hingenommen. Tatsächlich können oftmals bei der Einstellung von Mitarbeitern Förderungen genutzt werden. Die übliche Förderung ist hier der Lohnkostenzuschuss. Diesen erhalten Sie, wenn Ihr Unternehmen jung ist, Sie arbeitslose Personen einstellen oder die einzustellende Person einer geförderten Bevölkerungsgruppe angehört. Gleiches gilt auch für Einarbeitungsphasen und notwendige Weiterbildungen der einzustellenden Person. In manchen Fällen wird auch die Investition in den neuen Arbeitsplatz gefördert. Der Liquiditätseffekt ist in Höhe der erfolgten Förderung. Abschreibungen: Durch die Reduzierung der Abschreibungskosten ergibt sich kein direkter Liquiditätseffekt, da eine Abschreibung grösser oder kleiner sein kann als die notwendige Tilgung des verwendeten Kapitals. Wurde eine Investition bezuschusst und wurde dies bei der Bilanzierung an der Investition gekürzt, reduziert sich die Abschreibung im Rahmen der Nutzungsdauer um genau den geförderten Anteil. Zinsen und ähnliche Aufwendung: Bei den zinsgünstigen Förderdarlehen reduzieren sich die Zinskosten um ein bis 2,5 % pro Jahr. Der Kapitalmarkt unterscheidet die Investitionen und die verfügbaren Sicherheiten stärken, als dies die Förderdarlehen tun. Die ersparten Zinskosten verbessern das Betriebsergebnis und die Liquidität. Die ähnlichen Aufwendungen beziehen sich bspw. auf laufende Entgelte bei stillen Beteiligungen. Diese laufenden Entgelte sind bei öffentlichen Beteiligungen den privaten Beteiligungen gleich oder anders. Private Beteiligungen werden meist auf eine Wertsteigerung im Verkauf der Anteile ausgerichtet. Dies hat, unter bestimmten Voraussetzungen, Steuervorteile für den Beteiligungsgeber. Im Hinblick auf die Gesamtliquidität des Unternehmens hat eine solche Beteiligung Vorteile, wenn Geld von aussen in das Unternehmen fliesst, es hat jedoch Nachteile, wenn der Unternehmen den Anteil wieder zurück kaufen möchte. In diesem Fall hat die öffentliche Beteiligung einen erheblichen Liquiditätsvorteil, da nur zum Nominalwert zurück gekauft wird. Ausserordentliche Erträge: Nicht rückzahlbare Zuwendungen (Zuschüsse), die als Einnahme verbucht werden, werden meist in der Position der ausserordentlichen Erträge erfasst. Der Liquiditätseffekt ist in Höhe des Zuschusses. Werden durch diese Erhöhung des Jahresüberschuss Steuern fällig, sind diese an der Liquidität zu kürzen. Im Falle das der geplante Verlust in Höhe des Zuschuss oder grösser ist, ist die Liquidität um den Zuschuss erhöht worden. Zusammenfassung Eine regelmässige Überprüfung der Förderpotenziale in Ihrem Unternehmen für zu einer Reduzierung der Bilanzsumme, zur Erhöhung des absoluten Eigenkapitals und zu einer Verbesserung sowohl des operativen, wie auch des gesamten Betriebsergebnis. Damit verbessern Sie die drei massgeblichen Finanzziele Ihres Unternehmens, die Liquidität (kurzfristig), den Gewinn (mittelfristig) und den Wert (langfristig) Ihres Unternehmens. Damit verbessern sich auch all Ihre betriebswirtschaftlichen Kennzahlen im Unternehmen. Und nicht zu vergessen, Sie sparen bei der Analyse Ihres Unternehmens auch die Kosten ein, die Sie sowieso nicht mehr tragen wollen, da die vielen "wofür wurden diese Kosten aufgewendet"-Fragen auch Kosten entziffern, die garnicht da sein sollten. Ansprechpartner für die Kolumne: WABECO Subventionslotse® Michael Wandt email: info@foerder.net Servicetelefon: 0800-0-922326 (für Sie kostenfrei) Bitte senden Sie Ihre Kommentare an Michael Wandt. Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisert am 13.02.2002. |